Herzlich willkommen am Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M), Hamburg
Das Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) ist ein international anerkanntes Institut für Klimaforschung. Ziel des MPI-M ist es zu verstehen, wie und warum sich das Klima auf unserer Erde wandelt.
Das MPI-M besteht aus drei Abteilungen:
Atmosphäre im Erdsystem
Land im Erdsystem
Ozean im Erdsystem
und zwei selbstständigen Nachwuchsgruppen:
Die Wissenschaftler am MPI-M untersuchen die Anfälligkeit des Erdsystems gegenüber Störungen wie etwa Änderungen in der Zusammensetzung seiner Atmosphäre, und erforschen die Grundlagen und Grenzen der Vorhersagbarkeit des Erdsystems. Dazu entwickelt und analysiert das MPI-M hoch komplexe Erdsystemmodelle, die die Prozesse in der Atmosphäre, auf dem Land und im Ozean simulieren. Solche Modelle sind wichtige Werkzeuge in der Klimaforschung und dienen international als Bewertungsgrundlage für den Klimawandel. Gezielt eingesetzte in-situ-Messungen und Satellitenbeobachtungen ergänzen die Modellsimulationen.
Das MPI-M und die
Universität Hamburg bilden zusammen mit weiteren außeruniversitären Einrichtungen den
KlimaCampus, ein Kompetenz- und Ausbildungszentrum für Klimaforschung in Hamburg.
Forschung aktuell
Welche Emissionen können wir uns noch erlauben, um die globale Erwärmung auf max. 2°C zu begrenzen?
Dieser Frage gehen Erich Roeckner und seine Koautoren in einer jetzt erschienenen Veröffentlichung mit dem Titel "Historical and future anthropogenic emission pathways derived from coupled climate-carbon cycle simulations" in der Fachzeitschrift "Climatic Change" nach.
Die Wissenschaftler berechnen mit einem gekoppelten Klima-Kohlenstoffkreislauf-Modell des MPI-M die CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen, die noch erlaubt sind, um das von der EU angestrebte 2°C-Ziel nicht zu überschreiten. Dazu wenden sie eine Inversmethode an, mit der aus vorgegebenen CO2-Konzentrationen zeitliche Emissionsverläufe rekonstruiert werden können.
Ergebnis: Es müssen signifikante und baldige Maßnahmen getroffen werden, um Emissionen von Treibhausgasen zu vermindern. Nur so kann die globale Erwärmung in diesem Jahrhundert bei nicht mehr als 2°C oberhalb des vorindustriellen Niveaus stabilisiert werden. Im verwendeten Stabilisierungsszenario steigt die "erlaubte" CO2-Emission von ca. 7 GtC im Jahr 2000 auf einen Maximalwert von ca. 10 GtC im Jahr 2015 an. Danach müssen die Emissionen deutlich reduziert werden, und zwar um 56 % bis zum Jahr 2050 und um fast 100 % gegen Ende dieses Jahrhunderts. Die globale Erwärmung bleibt nach den Berechnungen des MPI-M bis 2100 zwar unterhalb der 2°C-Grenze, längerfristig ist jedoch eine weitere Erwärmung nicht auszuschließen... mehr
Aktuelles
Welche Emissionen können wir uns noch erlauben, um die globale Erwärmung auf maximal 2°C zu begrenzen?
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