Abkommen über die Finanzierung des neuen Hamburger Klimarechners unterzeichnet

Credit: Jana Meyer, DKRZ

Am Dienstag, den 24. Oktober 2017 wurde in Hamburg ein Abkommen über die Finanzierung eines neuen Hochleistungsrechners unterzeichnet, dessen Beschaffung für das Jahr 2020 vorgesehenen ist. Das Abkommen zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg, der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. (HGF) und der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. (MPG) wurde unterzeichnet von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz, dem Präsidenten der HGF Prof. Dr. Dr. Otmar D. Wiestler und dem Präsidenten der MPG Prof. Dr. Martin Stratmann.

Hamburg ist eine einzigartige Stadt für die Klimaforschung. Klimaforscher, Programmierer und Computerspezialisten arbeiten hier eng zusammen. Für ihre Spitzenforschung benötigen sie extrem leistungsfähige Rechner, da sie komplexe Erdsystemmodelle entwickeln, die alle physikalischen, chemischen und biologischen Interaktionen zwischen der Atmosphäre, dem Ozean, der Kryosphäre und der Biosphäre umfassen. Am Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) werden mithilfe solcher Klimamodelle verschiedene Projekte durchgeführt. Beispielsweise ist das Coupled Model Intercomparison Project (CMIP) ein wesentlicher Beitrag des MPI-M zu den Sachstandsberichten des Weltklimarates IPCC, in dessen 2013 erschienenen 5. Sachstandsbericht Prof. Jochem Marotzke koordinierender Leitautor war.

Die Qualität der Simulationen mit Klimamodellen wird unter anderem durch die Leistungsfähigkeit der Rechner begrenzt. Der Hochleistungscomputer des Deutschen Klimarechenzentrums (DKRZ), auf dem die Klimamodelle des MPI-M gerechnet werden, muss daher immer wieder erneuert werden. Derzeit wird die Rechnerinfrastruktur alle 5 Jahre ausgetauscht.

Bisher wurde die Finanzierung des neuen Hochleistungsrechners immer wieder neu ausgehandelt. Ab sofort übernehmen die Gesellschafter des Deutschen Klimarechenzentrums gemeinsam die Verantwortung, den Hochleistungsrechner am DKRZ auch in Zukunft auf dem neuesten Stand der Technik zu halten: Künftig beteiligt sich die Helmholtz-Gemeinschaft mit 45 Prozent an der Finanzierung, die Max-Planck-Gesellschaft mit 40 Prozent und die Freie und Hansestadt Hamburg mit 15 Prozent. Die unentgeltliche Abgabe von 50 Prozent der Gesamtrechenzeit an die deutsche Klimaforschungsgemeinschaft bleibt auch weiterhin bestehen.

Weitere Informationen:

Verlinkte Pressemitteilung des Senats
Deutsches Klimarechenzentrum (DKRZ)

Kontakt:
Prof. Jochem Marotzke
Max-Planck-Institut für Meteorologie
Tel.: 040 41173 311 (Assistentin Kornelia Müller)
E-Mail: jochem.marotzke@we dont want spammpimet.mpg.de