Beobachtungen und Prozessstudien (OPS) - Forschungsziele

Gruppenleiterin: Louise Nuijens

 

Unsere Gruppe nutzt Beobachtungen und und wendet Modelle auf verschiedenen Skalen an, um die Darstellung atmosphärischer Prozesse und Eigenschaften in grob aufgelösten Klima-Modellen zu verbessern. Insbesondere beschäftigen wir uns mit den folgenden Fragen:

  • Wie beeinflussen atmosphärische Teilchen, besonders Wolken und Aerosole, den Strahlungshaushalt der Erde?
  • Welchen Einfluss haben atmosphärische Umgebung (z.B. Temperatur, Wind oder Aerosole) und Randbedingungen (z.B. Sonneneinstrahlung oder Eigenschaften der Erdoberfläche) auf den Zustand von Wolken und Wolkensystemen?
  • Mit welchen Methoden und Messstrategien können Beobachtungen so angewandt werden, dass Aussagen über Klimaveränderungen möglich werden, vor allem hinsichtlich Rückkopplungsprozessen mit Wolken?


Im Bezug auf die Modellierung beschäftigt sich die Gruppe mit Feuchteprozessen in der Erdatmosphäre, besonders mit der Darstellung von Wolken und Konvektion. Dabei werden überwiegend hoch aufgelöste Modelle mit den neuesten verfügbaren Daten genutzt, sowohl zur Erstellung von Szenarien als auch zur Beurteilung von Modell-Resultaten. Hierbei wird besonders auf Daten von Satelliten und Bodennetzwerken zurück gegriffen, sowie auf verfügbare in-sito Flugzeugmessungen (z.B. HALO). Zur Ergänzung vorhandener Daten wurde eine neue Bodenmess-Station auf Barbados eingerichtet, um mit aktiver Fernerkundung kleinskalige atmosphärische Eigenschaften und Prozesse statistisch zu untersuchen und zusammenzufassen. Die Arbeitsgruppe arbeitet eng mit anderen Gruppen der Atmosphärenabteilung (beispielsweise globale Modellierung) zusammen. Darüber hinaus wird auch ein intensiver Kontakt mit Gruppen der Land und Ozeanabteilung des Instituts gepflegt, um das Miteinander verschiedener (vor allem physikalischer) Prozesse im Klimasystem besser zu verstehen und so Vertrauen in Klimavorhersagen zu verbessern.