Wladimir-Peter-Köppen-Preis 2011 für Florian Rauser
Zum dritten Mal zeichnet der Exzellenzcluster CliSAP am KlimaCampus, Universität Hamburg, herausragende Doktorarbeiten aus. Der Wladimir-Peter-Köppen-Preis für Klima- und Erdsystemforschung wird dabei erstmals gleich an zwei Nachwuchswissenschaftler vergeben. "In diesem Jahr ist uns die Entscheidung nicht leicht gefallen", sagt Juror Prof. Dr. Jürgen Sündermann. "Die nominierten Arbeiten zeigen durchweg ein hohes wissenschaftliches Niveau. Wir haben uns deshalb entschlossen, den Preis diesmal an zwei junge Forscher zu verleihen, deren Arbeiten besonders innovativ und richtungsweisend sind." Die Auszeichnung erhalten der Physiker Florian Rauser vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und die Geologin Ines Heßler vom Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen (MARUM).
Max-Planck-Preisträger Florian Rauser erforscht in seiner Arbeit zur Klimamodellierung eine Schlüsselfrage der geophysikalischen Strömungsdynamik: Wie lassen sich bei der numerischen Simulation von Gasen und Flüssigkeiten Fehler quantifizieren? Er legt dabei neue Verfahren zur modellunabhängigen Fehlerabschätzung vor. Seine Kernthese lautet, dass beliebig komplizierte gitterbasierte Computermodelle mit dem von ihm entwickelten Algorithmus selbständig lernen können, wo sie Fehler produzieren - ohne dass der Anwender das jeweilige Modell in all seinen Feinheiten verstehen muss. "Florian Rauser liefert einen fundamentalen Beitrag zur Abschätzung der Zuverlässigkeit von Modellen im Bereich der geophysikalischen Strömungsdynamik. Seine Arbeit ist daher nicht nur methodisch, sondern auch wissenschaftlich sehr innovativ", so die Jury.
Der Wladimir-Peter-Köppen-Preis für Klima- und Erdsystemforschung wird jedes Jahr an talentierte Nachwuchswissenschaftler vergeben, die im deutschsprachigen Raum promoviert haben. Eine Jury renommierter Wissenschaftler wählt herausragende Dissertationen mit klarem Bezug zur Klimaforschung aus. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Die diesjährigen Preisträger teilen sich zwar den Preis, nicht aber das Preisgeld und können somit jeweils die volle Summe für ihre wissenschaftlichen Ziele verwenden.
(Text übernommen vom KlimaCampus, Universität Hamburg / Foto: Tobias Rauser)
Kontakt und weitere Informationen
Dr. Florian Rauser
Max-Planck-Institut für Meteorologie
Tel.: +49 (0)40 41173 - 158
Ute Kreis
KlimaCampus, Universität Hamburg
Öffentlichkeitsarbeit
Grindelberg 5
20144 Hamburg
Tel.: +49 (0)40 42838 - 4523
Kontakt
Pressereferentin
Dr. Annette Kirk
annette.kirk@zmaw.de
Tel.: +49 (0)40 41173 - 374
PR-Assistenz
Christina Rieckers
Tel.: +49 (0)40 41173 - 387


