Eine Suche nach großskaligen Auswirkungen von Schiffsemissionen auf Wolken und Strahlung mit Satellitendaten
Diese Veröffentlichung wurde von "Nature Climate Change" als Research Highlight bewertet
Von Schiffen emittierte Aerosole können lokal hellere oder sogar neue Wolken erzeugen. Bisher war jedoch unklar, ob dieses Phänomen auch über die relativ engen Schiffswege hinausreicht und in Satellitendaten sichtbar sein würde. Dies könnte man beispielsweise erwarten, wenn die Aerosole mit dem Wind verweht werden.
In einer neuen Studie haben Dr. Karsten Peters (ehemals Max-Planck-Institut für Meteorologie) und seine Kollegen die klimatischen Effekte von aus Schiffen stammenden Aerosolen entlang größerer Schiffswege quer durch subtropische und tropische Ozeane, wo die Luftqualität sonst gut ist, untersucht. Die Studie erschien am 30.12.2011 im Journal of Geophysical Research.
Anhand von Satellitendaten haben die Forscher Wolkeneigenschaften entlang der Schiffsrouten im Luv und Lee studiert, indem sie Windtrajektorien und großräumig meteorologische Beobachtungen ausgewertet haben.
Sie konnten allerdings nicht nachweisen, dass sich die Schiffsemissionen innerhalb ihres Untersuchungszeitraumes (2005 bis 2007) statistisch signifikant auf großräumige Wolkenverteilungen in Regionen nahe den Schiffsrouten auswirken. Sie schlussfolgerten daher, dass für die betrachteten Regionen diese Emissionen einen Effekt auf die Bewölkung und Wolkenbildung haben, der jedoch klein ist gegenüber der natürlichen Variabilität, mit Ausnahme vielleicht in der direkten Nähe von stark befahrenen Schiffrouten.
(Dieser Text ist übersetzt und angelehnt an den englischen Text von Nature Climate Change, siehe englische Seite)
Originalveröffentlichung:
Peters, K., J. Quaas, and H. Graßl: J. Geophys. Res., 116, D24205, doi:10.1029/2011JD016531
Journal of Geophysical Research:
http://www.agu.org/journals/jgr/
Kontakt:
Dr. Karsten Peters
Monash University, Australien
E-Mail:
karsten.peters@zmaw.de
Prof. Dr. Johannes Quaas
Universität Leipzig
Tel.: +49 (0)341 97 32852
E-Mail:
johannes.quaas@uni-leipzig.de
Prof. Dr. Hartmut Graßl
Max-Planck-Institut für Meteorologie
Tel.: +49 (0)40 41173 151
E-Mail:
hartmut.grassl@zmaw.de
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