Selbstverständnis
Zentrales Ziel
Das zentrale Ziel des Max-Planck-Instituts für Meteorologie ist es, zu verstehen, wie physikalische, chemische und biologische Prozesse sowie menschliches Verhalten zur Dynamik des Erdsystems, und insbesondere wie sie zu globalen und regionalen Klimaänderungen beitragen.
Teilziele
Die Teilziele des Instituts sind daher, die Zusammensetzung der Erde und ihrer Dynamik zu analysieren, mit Schwerpunkt bei den interaktiven physikalischen, chemischen und biologischen Prozessen, die die Dynamik des Erdsystems bestimmen. Insbesondere sollen angemessene Werkzeuge entwickelt und benutzt werden, um die Komplexität des Erdsystems zu untersuchen, seine natürliche Variabilität zu erklären, und abzuschätzen, wie das System durch Landnutzungsänderungen, industrielle Entwicklung, Verstädterung und andere anthropogene Störungen beeinflusst wird. Solche Werkzeuge sind insbesondere fortgeschrittene numerische Modelle, die das Verhalten der Atmosphäre, des Ozeans, der Kryosphäre und der Biosphäre sowie die Wechselwirkungen zwischen diesen verschiedenen Komponenten des Erdsystems nachbilden. Die im vergangenen Jahrzehnt am Institut entwickelten Klimamodelle werden um die biogeochemischen und wahrscheinlich auch die sozialen Prozesse zu umfassenden Erdsystemmodellen (ESM) erweitert. Das MPI-M hat sich verpflichtet, ein umfassendes Erdsystemmodell zu entwickeln und es der breiten wissenschaftlichen Gemeinschaft in Europa und anderswo zur Verfügung zu stellen.
Klimaforschungsprogramme betonen oft die Notwendigkeit von besserem Verständnis der komplexen Prozesse, die das Erdsystem steuern (Modellierung für Verständnis). Mit dem Fortschritt der letzten Jahre, einschließlich desjenigen bei Modellierung und Beobachtung, sind Vorhersagen von Klimaanomalien auf Zeitskalen von Wochen oder einer Jahreszeit bis sogar zu Jahren möglich geworden (Modellierung zum Wohl der Gesellschaft). Das MPI-M wird zu den internationalen Anstrengungen beitragen, das Vorhersagbare im Klimageschehen zu finden. Daher könnten die Modelle auch genutzt werden, um die Folgen vorgeschlagener Ingenieurslösungen zur Milderung unserer Eingriffe in das Erdsystem abzuschätzen.
Die Aufgabe des MPI-M wird sein, wissenschaftliche Information aus verschiedenen Disziplinen zu integrieren und neue Kenntnisse von gesellschaftlicher Relevanz durch Synthese zu entwickeln. Um dabei erfolgreich zu sein, braucht es vielfältige intellektuelle Denkweisen und wissenschaftliche Methoden (Beobachtungen, Modellierung, Datenanalyse), und einen Mitarbeiterstab aus unterschiedlichen Wissensgebieten. Weiterhin sind lokale, nationale und internationale Kooperationen und Partnerschaften mit anderen akademischen Institutionen und dem privaten Sektor gefragt ebenso wie ein hoher Stellenwert der Kommunikation, der Verbindung zwischen Forschung und Lehre und der Information von Entscheidungsträgern und Öffentlichkeit.


