Neuer IPCC-Bericht mit Beteiligung des MPI für Meteorologie

Die Simulationen für den AR4 bestehen aus 3 verschiedenen Experimenttypen:

1. Rekonstruktion des vorindustriellen Klimas
2. Klimaänderungsexperimente unter Vorgabe historischer und zukünftiger atmosphärischer Konzentrationen von Treibhausgasen und Aerosolen
3. Sensitivitätsexperimente in denen eine CO2-Zunahme von 1% im Jahr bis zur CO2-Verdopplung angenommen wird

Die Klimaänderungsexperimente, welche die wissenschaftliche Basis des AR4 bilden werden, umfassen:

· Simulationen des Klimas des 20. Jahrhunderts mit beobachteten Treibhausgasen und
Aerosolen sowie Variationen von Sonneneinstrahlung und Vulkanaktivität
· Drei Szenarien für das Klima im 21. Jahrhundert (2000-2100)
· Fortsetzung der Szenarienexperimente für weitere hundert Jahre (2100-2200) mit
konstanten atmosphärischen Konzentrationen von Treibhausgasen und Aerosolen aus dem
Jahr 2100

Das Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) in Hamburg führt diese Experimente gegenwärtig mit dem im Hause entwickelten Klimamodell durch. Der Modelloutput wird in einer Datenbank gespeichert wird und steht deutschen Forschern zur Auswertung zur Verfügung. Ein Teil der Daten wird zusammen mit denjenigen anderer Arbeitsgruppen in einem Zentralarchiv in Livermore, USA gespeichert und von internationalen Forschergruppen ausgewertet. Die Ergebnisse dieser Analysen werden den Autoren des im Jahr 2007 erscheinenden IPCC Berichtes zugänglich gemacht.

Prof. Dr. Guy P. Brasseur, Direktor am MPI-M, ist einer der Hauptautoren für das Kapitel über „Kopplungen zwischen Änderungen im Klimasystem und Biogeochemie“ in der Arbeitsgruppe 1 für den neuen IPCC-Bericht. In dieser Arbeitsgruppe werden in 11 Übersichtskapiteln die wissenschaftlichen Grundlagen zum Verständnis des Klimawandels zusammengetragen.

Weitere Informationen über:
Dr. Erich Roeckner, Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mail E-Mail , Tel: 040 - 41173 - 368
www.ipcc.ch