Kronprinz Frederik von Dänemark informiert sich im Hamburger Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften (ZMAW)

Der dänische Kronprinz Frederik nutzte die Gelegenheit seines heutigen Staatsbesuches in Hamburg um sich über die moderne Meeres- und Klimaforschung zu informieren.

Prinz Frederik, der sich bereits im Winter 2000 an einer Expedition mit Schlittenhunden auf dem Eis Grönlands beteiligte, interessiert sich für die Meeres- und Polarforschung, vor allem im Bezug auf Grönland, die Färöer und die umgebenden Seegebiete. Da dies einer der Forschungsschwerpunkte am ZMAW bildet, hat er den Wunsch geäußert, die hiesige Arbeiten näher kennen zu lernen.

Foto: ZMAW

Nach der Begrüßung durch den Staatsrat der Behörde für Wissenschaft und Gesundheit, Dr. Roland Salchow, und den Sprecher des ZMAW, Prof. Dr. Jochem Marotzke, wurde dem dänischen Thronfolger zunächst eine neue Methode der Planktonerfassung auf See gezeigt.

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Prof. Dr. Axel Temming vom Institut für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft demonstrierte den Videoplanktonrecorder, der hochaufgelöste Aufnahmen von Planktonorganismen bei gleichzeitiger Messung der Unterwasserbedingungen wie Temperatur und Salzgehalt ermöglicht.

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Danach gab Prof. Dr. Jochem Marotzke vom Max-Planck-Institut für Meteorologie einen Überblick über die Forschung des Zentrums und erläuterte dem Kronprinzen die neuesten Klimaprojektionen für die polaren Eiskappen. Seinen Ausführungen zufolge kann es zum Ende des Jahrhunderts im Sommer zu einem vollständigen Abschmelzen des nordpolaren Meereises kommen.

Die Meeresströmungen im Nordatlantik sind maßgeblich für den Wärmetransport verantwortlich, und sie beeinflussen dadurch das Klima. Mit Messungen auf See untersucht das ZMAW die Stabilität der Ozeanzirkulation im Atlantik. Eine mögliche Verlangsamung des Golfstroms ist in der letzten Zeit lebhaft und kontrovers diskutiert worden.

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Der Mechanismus der Zirkulation im Nordatlantik wurde dem Kronprinzen anschaulich von Prof. Dr. Detlef Quadfasel vom Institut für Meereskunde vorgeführt. In einem Wassertank stellte er das Nordpolarmeer nach, wo große Mengen von Oberflächenwasser abkühlen und versinken. Dieser Prozess ist ein wichtiger Bestandteil der globalen Ozeanzirkulation, die durch Ausgleichsströmungen an der Oberfläche und in der Tiefe unser Klima stabil hält.

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Kontakt:

Susan Beddig
Öffentlichkeitsarbeit
Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften (ZMAW)
Tel. 040/42838 4237
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Dr. Annette Kirk
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Institut für Meteorologie
Tel. 040/41173 374
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Prof. Dr. Jochem Marotzke
Max-Planck-Institut für Meteorologie, Sprecher des ZMAW
Tel. 040/41173 440
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Prof. Dr. Axel Temming
Institut für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft, Universität Hamburg
Tel. 040/42838 6620
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Prof. Dr. Detlef Quadfasel
Institut für Meereskunde, Universität Hamburg
Tel. 040/42838 5756
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17. Februar 2006