Humboldt-Forschungspreisträger Evgeni Fedorovich arbeitet ab Januar in Hamburg

Prof. Dr. Evgeni Fedorovich, einer der weltweit führenden Atmosphärenphysiker, wurde von der Alexander von Humboldt-Stiftung für den hoch angesehenen Humboldt-Forschungspreis ausgewählt. Seine Gastgeber am KlimaCampus sind Prof. Dr. Bjorn Stevens, Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie und Leiter der Abteilung „Atmosphäre im Erdsystem“, sowie Prof. Dr. Michael Schatzmann, Meteorologisches Institut der Universität Hamburg. Beide hatten gemeinsam Professor Fedorovich für den Humboldt-Preis nominiert. Prof. Fedorovich ist bereits mit seiner Familie in Hamburg eingetroffen. Herzlich willkommen!

 

Der mit 60.000 Euro dotierte Preis wird jährlich an bis zu 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland verliehen, "deren grundlegende Entdeckungen, Erkenntnisse oder neue Theorien das eigene Fachgebiet nachhaltig geprägt haben und von denen auch in der Zukunft weitere Spitzenleistungen erwartet werden."

 

Prof. Fedorovich forscht zurzeit an der University of Oklahoma. Er hat bahnbrechende Beiträge sowohl theoretischer als auch experimenteller Art auf dem Gebiet der konvektiven Grenzschichten veröffentlicht und einen konzeptionell neuartigen Ansatz zur Beschreibung von Inversionsschichten entwickelt. Auf dem Gebiet der Stadtmeteorologie hat er sich mit der Ausbreitung von Schadstoffen in durch Hindernisse gestörten Grenzschichten befasst. Mithilfe ähnlichkeitstheoretischer Ansätze ist es ihm gelungen, Strömungsmuster zu identifizieren und sie anschließend mit numerischen Modellen zu simulieren.

 

Während seines Aufenthalts am KlimaCampus möchte Prof. Fedorovich zusammen mit Prof. Stevens die Struktur der stabilen Grenzschicht und ihre Rolle im Klimasystem näher untersuchen – insbesondere im Hinblick auf die hohen Breiten, in denen sich die Anzeichen der globalen Erwärmung verstärken. Mit Fachkollegen des Meteorologischen Instituts der Universität sind gemeinsame Arbeiten auf dem Gebiet der Large-Eddy-Simulation (LES) und der Validierung derartiger Modelle mit für diesen Modelltyp geeigneten instationären Datensätzen geplant.

 

 

Mehr Informationen:

 

externer Link folgthttp://www.humboldt-foundation.de/web/start.html

externer Link folgthttp://weather.ou.edu/~fedorovi/fedorovich.html

 

 

Kontakt:

 

Prof. Dr. Bjorn Stevens

Max-Planck-Institut für Meteorologie

Tel.: 040 41173 422

E-Mail: Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mailbjorn.stevens@we dont want spamzmaw.de

 

 

7. Januar 2010