GEMS

Der Öffentlichkeit werden tägliche Informationen über erwartete Temperaturen, Niederschläge und Windstärken gegeben. Die Entwicklungen in der Atmosphäre über einen größeren Zeitraum von sieben Tagen vorherzusagen, bedeutet eine besondere Herausforderung. Es werden operationelle Beobachtungsdaten (häufig durch Satellitenmessungen), numerische Simulationen der Atmosphäre (mit immer komplexeren Modellen) und Analysen der Modelldaten benötigt, um die speziellen Informationen für die Öffentlichkeit zu erhalten.

Zur Zeit wird die Wettervorhersage in Europa und anderswo stark weiter entwickelt. In den nächsten Jahren wird das Europäische Zentrum für Mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) in Reading, England, seine Vorhersagen auf neue Variable wie Aerosole und andere chemische Komponenten in der Atmosphäre, Sichtweiten nach Luftverschmutzungen, Anteil von UV-Strahlung, die auf die Erde trifft, ausdehnen. Diese neuen globalen und regionalen Informationen werden sehr nützlich für die Planungen in vielen Bereichen der Wirtschaft sein (Gesundheitswesen, Energie, Chemie, Forstwirtschaft, Verkehr, Tourismus, etc.). Zunächst werden Vorhersagen zur Luftqualität über Zeiträume von 3-10 Tagen verfügbar sein. Dazu werden die traditionellen meteorologischen Vorhersagen mit den Luftchemiedaten verknüpft.

In die Entwicklung der voroperationellen Assimilation und den Vorhersagemöglichkeiten für Aerosole, Treibhausgase und reaktiven Verbindungen sind mehr als 20 Forschungszentren in Europa involviert. Die Arbeit wird vom EZMW koordiniert und finanziell von der Europäischen Kommission unterstützt. GEMS (Global and regional Earth-system (Atmosphere) Monitoring using Satellite and in-situ data) ist ein Teilprojekt des EU- Programms “Global Monitoring of the Environment for Security” (GMES).

Der Start-Workshop von GEMS findet am Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) in Hamburg vom 4.-6. Juli 2005 statt. Das MPI-M ist mit der Entwicklung von Chemie- und Aerosolmodellen an GEMS beteiligt, die in das Vorhersagesystem am EZMW integriert werden.

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Kontakt:

Prof. Dr. Guy Pierre Brasseur
Max-Planck-Institut für Meteorologie
Tel: 040 - 41173 - 421
e-mail

28. Juni 2005