Wissenschaftszug "Expedition Zukunft" vom 30.08. bis 01.09.2009 in Hamburg - MPI-M zeigt Exponat zur "Klimazukunft"

- Foto: Kirsten Achenbach, ESRP
18 Wochen rollt der Ausstellungszug „Expedition Zukunft“ nun schon durch Deutschland – und macht von Sonntag, 30.August, bis Dienstag, 1. September 2009, auch endlich Halt in Hamburg im Bahnhof Altona. Die mobile Wissenschaftsausstellung, koordiniert von der Max-Planck-Gesellschaft, entführt ihre Besucher in 12 Themenwagen in die Welt von morgen und informiert über Themen und Entwicklungen, die gerade erst im Entstehen sind. Wie das Klima in den kommenden Jahrzehnten aussehen könnte, dem geht das interaktive Exponat „Klimazukunft“ des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Zusammenarbeit mit der Partnerschaft Erdsystemforschung auf den Grund.
Die Reise in unsere klimatische Zukunft beginnt in Wagen 9. Per Fingerklick kann der Besucher auf dem Touchscreen zwischen einer regionalen und einer globalen Ebene wählen und sich über mögliche, aber auch konkrete, schon heute spürbare Auswirkungen des Klimawandels informieren.
Auf Deutschland bezogen erfährt er so z. B., dass – je nach Höhe der künftigen Treibhausgasemissionen - die Temperaturen bis 2100 um mehr als 4° C im Vergleich zu den vergangenen 50 Jahren steigen könnten. Besonders betroffen wären der Süden und Südosten Deutschlands. Die Sommer würden trockener, im Winter fielen dagegen mehr Niederschläge – allerdings weniger Schnee aufgrund der höheren Temperaturen. Diese Entwicklung würde auch die Skigebiete in den Alpen weniger schneesicher machen und den Tourismus in der Region stark abschwächen.
Die globale Ebene beschäftigt sich mit den sogenannten Kippelementen des Klimasystems Erde. Ganze Regionen und ihre Prozesse könnten durch steigende Temperaturen aus dem Gleichgewicht gebracht werden und „kippen“ – dieser Schalter wäre dann unumkehrbar umgelegt. Ein Beispiel für ein solches Kippelement ist das arktische Meereis: Forscher erwarten, dass noch in diesem Jahrhundert das Nordpolarmeer im Sommer eisfrei sein wird. Viele Tiere, die auf, in und unter der Meereisdecke leben, verlieren so ihren Lebensraum.
Das Max-Planck-Institut für Meteorologie ist Teil der Partnerschaft Erdsystemforschung, die es zusammen mit den Max-Planck-Instituten für Chemie (Mainz) und Biogeochemie (Jena) sowie dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung gegründet hat. Die Partnerschaft betrachtet das Erdsystem als Ganzes und über die Grenzen der Fachdisziplinen hinweg, um die komplexen Rückkopplungen und Wechselwirkungen zwischen Ozean, Atmosphäre, Eis, belebter und unbelebter Umwelt und dem Mensch zu verstehen.
Die „Expedition Zukunft“ ist am Sonntag von 10:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, Montag und Dienstag von 09:30 bis 18:00 Uhr. Letzter Einlass ist jeweils eine Stunde vor Schließung der Ausstellung. Der Eintritt ist frei!
Von Kipp-Prozessen und anderen Unwägbarkeiten - Interview mit Prof. Dr. Jochem Marotzke
Pressemitteilung des MPI-M zum Start der "Expedition Zukunft"
Kontakt:
Dr. Annette Kirk
Tel.: 0 40 / 4 11 73 - 3 74
E-Mail:
annette.kirk@zmaw.de
Christina Rieckers
Tel.: 0 40 / 4 11 73 - 3 87
E-Mail:
christina.rieckers@zmaw.de
24. August 2009



www.expedition-zukunft.org