Ehrenbürgerwürde für Prof. Dr. Reimar Lüst
Am 29. November 2001 wurde Prof. Dr. Reimar Lüst die Ehrenbürgerwürde der Freien Hansestadt Bremen im Bremer Rathaus vom Ersten Bürgermeister Bremens, Dr. Henning Scherf, verliehen.
Prof. Lüst gehört zu den herausragenden Förderern der Wissenschaft und Forschung. Er erhält die Auszeichnung für seine großen Verdienste um den Luft- und Raumfahrtstandort Bremen und die Ansiedlung wissenschaftlicher Institutionen im Land (Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie und das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven). Von 1976-1984 hat er sich als Vorsitzender des Aufsichtsrat der ERNO für die Belange der Raumfahrt in Bremen eingesetzt. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement für die Gründung der International University Bremen (IUB), deren Chairman of the Board of Governors er ist. Die IUB, die am 20. September 2001 feierlich eröffnet wurde, ist die erste komplett englischsprachige College Universität in Deutschland.
Prof. Lüst, der von 1972 bis 1984 Präsident der Max-Planck-Gesellschaft war, wurde 1923 in Wuppertal geboren. 1951 promovierte er in Göttingen zum Dr. rer.nat.. 1960 habilitierte er sich in theoretischer Physik an der Universität München. Von 1963 bis 1972 arbeitete er als Direktor des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching. Drei Jahre lang war er zudem Vorsitzender des Deutschen Wissenschaftsrates. In Paris war er als Generaldirektor der European Space Agency (ESA) von 1984 bis 1990 für die europäischen Weltraumaktivitäten verantwortlich. Von 1989 bis 1999 baute er unter seiner Präsidentschaft das internationale Renommee der Alexander von Humboldt Stiftung erfolgreich weiter aus. Prof. Lüst ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften sowie Träger hoher Auszeichnungen. Im Juni 2001 erhielt er die Leibniz-Medaille der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin.
Hamburg, den 29. November 2001
A. Kirk


