CLAVIER-Projekt - Auswirkungen des Klimawandels auf Zentral- und Osteuropa

Im Projekt CLAVIER (Climate Change and Variability: Impact on Central and Eastern Europe) untersuchte ein internationales und interdisziplinäres Forscherteam die möglichen Folgen des Klimawandels für Zentral- und Osteuropa. Repräsentativ wurden drei zentral- und osteuropäische Staaten - Ungarn, Rumänien und Bulgarien - genauer betrachtet.

 

Das Projekt hatte folgende wissenschaftliche Ziele:

  • Untersuchung des derzeitigen und zukünftigen Klimawandels und seiner Unsicherheiten in den Ländern Zentral- und Osteuropas
  • Analyse der möglichen Folgen des Klimawandels in diesen Ländern auf Wetter- und Extremereignisse, Luftverschmutzung, Gesundheit, Ökosysteme, Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Infrastruktur sowie Wasserressourcen
  • Evaluation der ökonomischen Folgen auf Volkswirtschaften dieser Länder mit besonderem Augenmerk auf vier Bereiche: Landwirtschaft, Tourismus, Energieversorgung und den öffentlichen Sektor

Mögliche Klimaänderungen für die Region sowie die dazugehörigen Unsicherheiten wurden mit einem Modellensemble bestehend aus zwei globalen Klimamodellen, drei regionalen Klimamodellen sowie drei verschiedenen Emissionsszenarien berechnet und dienten als Eingabedaten für die verschiedenen Klimafolgen („Impact“) Modelle (als Beispiel siehe Abbildung 1 für mögliche Änderungen des Gesamtniederschlages für die Periode von 2021 bis 2050).

Abb. 1: Mittlere Änderung des Gesamtniederschlags für 2021 - 2050 im Vergleich zu 1961 - 1990 für das A1B-Emissionsszenario berechnet mit REMO (Bias korrigiert)


Klimafolgen wurden in CLAVIER in sektor-basierten Fallstudien untersucht (siehe Abbildung 2).

Abb. 2: CLAVIER Fallstudien Regionen: Hydrologie (dunkelgrün), Agrar (hellgrün), Energie (grau), Tourismus (gelb)


Ein wichtiges Ergebnis der ökonomischen Klimafolgenabschätzung ist z. B. die Ermittlung der Anpassungsfähigkeit der einzelnen Regionen an sich ändernde Umweltbedingungen („adaptive capacity“). Dies ist dargestellt in Abbildung 3.

Abb. 3: "Adaptive capacity" der CLAVIER Region (Ungarn, Rumänien, Bulgarien)


Das Projekt CLAVIER, koordiniert von Prof. Dr. Daniela Jacob, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg, endete nach drei Jahren Laufzeit von 2006 bis 2009 im August 2009 in Budapest mit einer einwöchigen Abschlusskonferenz.

 

CLAVIER wurde als spezifisches Forschungsprojekt unter dem Themenkomplex „Globaler Wandel und Ökosysteme“ durch das 6. Rahmenprogramm der EU gefördert.

 

Mehr Informationen auf der Projektwebseite von CLAVIER: externer Link folgt www.clavier-eu.org

 

 

Kontakt: 

 

Prof. Dr. Daniela Jacob

Max-Planck-Institut für Meteorologie

Adjunct Professor at University of Bergen

Tel.: 040 41173 313

E-Mail: Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Maildaniela.jacob@we dont want spamzmaw.de

 

 

30. September 2009